Daten und Fakten
Arthrose-Erkrankungen zählen in den Industrienationen zu den Hauptgründen für einen Arztbesuch.
Alleine in Deutschland leiden jeden Tag über fünf Millionen Menschen an Arthrose-Schmerzen,
insgesamt 20 Millionen haben zeitweise Beschwerden.
Diese Zahl wird in den nächsten Jahren weiter ansteigen: Die Lebenserwartung erhöht sich ständig-
und damit auch die Zahl der Arthrose- Patienten.
Die Zahl der Arthrosepatienten beläuft sich auf etwa 5 Millionen. Pro Jahr werden etwa
200 000 künstliche Hüftgelenke und ungefähr 100 000 Kniegelenke von Chirurgen neu
eingesetzt, Tendenz steigend.
Kosten und Folgekosten der Arthrose werden in Deutschland auf 7,5 Milliarden Euro beziffert.
Wie bei der Osteoporose nimmt die Zahl der Arthrose-Patienten stetig zu - schlicht eine
Konsequenz aus der demographischen Entwicklung Deutschlands. Mehr alte Menschen leiden eben
häufiger am altersbedingten Gelenkverschleiß. Fast jeder Dritte zwischen 40 und 50 Jahren
ist an Arthrose erkrankt, bei den über 60-Jährigen ist es jeder Zweite.
Arthrose ist nicht nur eine einfache Alterserscheinung. Oft beginnt das Leiden schon im
Jugendalter, denn die Ursache der Arthrose kann vermutlich auch in den Genen liegen.
Aufhalten lässt sich der langsame Abbau des Gelenkknorpels nicht. Verschiedene Initiativen
und Organisationen versuchen, auf das Leiden der zunehmenden Zahl von Arthrose-Patienten
aufmerksam zu machen und geben Ratschläge, die auf eine Verbesserung der Symptomatik
ausgerichtet sind.
Die Arthrose ist eine Volkskrankheit geworden. Fast jeder zweite Deutsche über 60 Jahren klagt
über geschädigte Gelenke. Betroffen sind vor allem Hüft- und Kniegelenke. Doch nicht nur älteren
macht die Erkrankung zu schaffen: Laut "Deutscher Rheumaliga" leiden alleine in Berlin 3.000
Kinder an Arthrose.
Der Mensch wird immer ölter. Seine durchschnittliche Lebenserwartung hat sich während des
letzten Jahrhunderts in den westlichen Ländern nahezu verdoppelt. Doch der Traum vom langen
Leben hat seinen Preis. Nicht nur der Verlust an geistiger Leistungskraft lässt ihn an seine
Grenzen stoßen. Auch unser Knochen- und Gelenkgerüst inklusive der Bänder, Sehnen und stützenden
Muskelnscheint für ein hohes Alter nicht so recht ausgestattet zu sein. Prellungen, Zerrungen
und Verstauchungen im Alltag oder beim Sport sind keine Seltenheit.
Die überwiegend sitzende Lebensweise des modernen Lebens fordert ebenfalls ihren Tribut.
Wichtige Muskelstränge bleiben untrainiert und verkümmern. Die Muskulatur wird anfälliger für
Beschwerdenund kann ihrer Stützfunktion am Skelettapparat nicht mehr richtig nachkommen.
Schmerzen und weitere Bewegungseinschränkungen folgen. Degenerative Gelenkerkrankungen
wie zum Beispiel die Arthrose treten besonders im Alter gehäuft auf. Nach Expertenschätzungen
leiden in Deutschland aber auch schon die Hälfte aller Dreißigjährigen unter Veränderungen
der Gelenke.
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